Wir lieben Informationen!

  • Kaufen – um jeden Preis?

    Unser Wirtschaftssystem baut auf Wachstum und Konsum auf. Kann das so weiter gehen? Oder kaufen wir bald für immer?

    Kaufen macht fast so glücklich wie schöne Erlebnisse, deswegen kann sich kaum jemand dem entziehen. Fast jedes neue Ding, das wir kaufen, ersetzt aber ein altes Ding, und egal wie lange diese Kette ist, irgendwann landet dann für eine neues Ding ein älteres auf dem Müll. Nicht ganz, denn durch Nachhaltigkeit und Wiederaufbereitung kann dem schon ein bisschen geholfen werden.

    Wie wäre es aber, wenn man das, was ein Ding heute IST, durchbricht? Wenn es vom Konsumartikel zum Produkt (im Sinne der Wirtschaft, siehe Wikipedia) also zum Interaktionsinstrument, zum Glücksbringer ja zum Lebensinhalt wird? Dazu müsste der Glücksmoment, den das Produkt (oder Erzeugnis) zu Beginn hat, erhalten bzw. transformiert werden. Nun gibt es aber immer nur EIN Geschenk, das man sich macht. Wenn aber das Produkt vom Artikel zur Dienstleistung mutiert, also Reparatur, Upgrade, Upcylcing oder selbst die Entsorgung / Zerlegung glücklich macht? Und damit ist nicht der Glücksmoment gemeint, den man bei der Entsorgung des Sperrmülls empfindet.

    Es geht um einen neuen Lebenszyklus von materiellen Produkten, bei dem die Reparatur nicht mühsam oder teuer ist, sondern dies genauso viel Glück, Belohnung oder Zufriedenheit bringt.

    Braucht es dazu neue Produkte? Nein. Es braucht auch nicht die alten materiellen Dinge, die einfacher zu reparieren waren oder weniger digitale Bestandteile hatten. Es braucht eine neue Sicht auf die Dinge, die uns umgeben und eine Informationstechnologie, die solch ein Glück zu vermitteln mag.